Treffen mit dem Fuchs

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Es war ein weiterer Tag, als ich meine Haus verliess. Die Herbstsonne flimmerte unter den bereits goldenen Blätter der Ahornbäume, die an der Schneise wuchsen.Wie üblich sass ich auf einer Bank vor der Eingangstür, um meine Schuhe anzuziehen und meine Schnürsenkel zu ziehen als plötzlich ein Schatten hinter dem grossen Kräuterblumentopf vorbeizog.

Der Fuchs

Momente später kam eine schwarze Nase aus dem Schatten,gefolgt von spitzen roten Ohren. Dunkle feuchte Augen blinzelten. Dann lief der junge Fuchs zu mir und hüpfte auf die Bank neben mir.

Er seufzte mit Genugtuung und streckte sich in der Morgensonne. Die langen Hinterfüsse ruhten auf dem Boden, während die Vorderen auf dem Bauch lagen. Der flauschige Schwanz rutsche sanft an ihnen vorbei. Er murmelte vor sich hin, und streichelte sanft seinen Schnurrbart auf seiner Ingwerschnauze.

Ich wartete eine Weile, bevor ich anfing die ersten Fragen zu stellen. Ich dachte, er hat mich wahrscheinlich schon einige Zeit beobachtet, bevor er sich selbst zeigen wollte. Es stellte sich heraus, dass er für ein paar Tage in einer kleinen Hütte hinter meinem Haus lebte. Er kam hierher als sein Familienidyll zerstört wurde, als die alte Kiefer, die ihren Schatten gab, entwurzelt wurde.

Flucht des jungen Fuchses

Er war ein schwieriger Tag, als er in den Wald flüchtete. Er war erschrocken, durstig und hungrig, und in seinen Ohren war noch das Geräuch der knackenden Zweige des Baumes. Zum ersten Mal ohne seine Brüder und Schwestern, weil in einer Panik jeder von ihnen in eine andere Richtung lief.

Er beschloss aus dem Wald zu fliehen und suchte nach den mysthichen Bäumen und Gnomen des Waldes, der sein Inneres bewohnte. Er hörte Geschichten von seinem Onkel, aber er traf sie nie. Also konnte er nicht sagen, ob sie wirklich existierten.

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Doch nach vielen Tagen des einsamen Abstiegs erreichte er die Lichtung, wo er die bunten spitzen Streifen zwischen dem Gras erblickte. Er wusste das sein Onkel sich nicht irrte. Er schaffte es, die Gnomen zu finden und ihn zu beruhigen, denn trotz all des Schreckens finger an besser auszusehen als die letzten Tage. Der Onkel erzählte ihm viele Geschichten, in denen die Gnome immer den Bedürftigen halfen und ihnen ihre Sorge nahmen. Und er war jetzt in Not, war allein, von der Familie getrennt und musste wichtige Neuigkeiten liefern.

Verdiente Ruhe

Er wusste, dass er ein neues Zuhause gefunden hatte, also erlaubte er sich endlich einen Moment sich zu entspannen und beschloss auf meiner Bank zu sitzen, um diesen Moment mit mir zu teilen. Und ich war der erste, der seine Geschichte von dem hörte, was auf dem Kiefernhügel passierte. Aber ich werde noch einmal darüber schreiben, denn der Tag ist schon zu Ende und ich werde müde. Morgen warten auf uns eine Menge Aufgaben, also muss ich mich gut ausruhen um die Kraft zu haben es zu tun.

 

Ich habe dies geschrieben, Gnom Chronist
An den ersten Tagen des Herbstes 2017

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